Konzert: Lotti Huber Orchester / Chuck Wabern & The Loonettes
Das Lotti-Huber-Orchester aus Kassel will sich eigentlich gar nicht in eine Schublade einordnen lassen.
Das sagen die Fans:
„Minimalistische Elektronika, subtiler poetischer Text, interessanter Holperrhythmus am Schluss. Schön!“
Eva R., Odense (DK)
„Schöner elektronischer Brachialpunk. Wer braucht eigentlich Strophe und Refrain?“
Jörg R., Pfullendorf
„Äußerst diabolische Poesie und Elektronika mit Gruselpotential plus Reminiszenz an Trio. Cool!“
Ollli L., Zierenberg
„Cool, der Katzensprung. Am Anfang ist es fast Triphop. Hat was!“
Markus S., Kassel
„Schöne Rock n Roll-Nummer. Sehr tanzbar. Humoristischer Text. Geil.“
Wolf B., Kassel
„Klingt nach Gasexplosion in der Chemiefabrik- herrlich psychedelisch. Ihr nehmt aber nicht Drogen oder so?“
Rainer R., Vellmar
Chuck Wabern & The Loonettes:
Andere Bands wollen jung, gefährlich und relevant sein.
Wir haben uns gegen alle drei Dinge entschieden.
Unser revolutionärer Ansatz besteht darin, Punkrock konsequent von allem zu befreien, was ihn bislang unnötig eingeschränkt hat: Geschwindigkeit, Aggression, kurze Songs, spektakuläre Bühnenshows und die Bereitschaft, ein Gitarrensolo rechtzeitig zu beenden. Das Ergebnis nennen wir… ach Scheiß aufs Etikett. Wahrscheinlich Irgendwas mit ‚Post…‘ davor, weil wir in unseren langwierigen Leben schon so einiges hinter uns gelassen haben.
Unsere Musik bewegt sich souverän zwischen düsterer Melancholie, gediegenem Gitarrenbrett, Shoegazeteppichen, sentimentalen Entgleisungen und vielen Momenten von derart unverschämter Cheesyness, dass gestandene Punks plötzlich ihre alten Nach-Gabriel-Genesis-Platten aus dem Keller holen und behaupten, sie gehörten dem Vormieter. Dabei wird zwischendurch auch improvisiert. Ausgiebig.
Ein Gitarrensolo unter drei Minuten betrachten wir als Kapitulation vor dem scheißneoliberalen Effizienzdenken. Wer glaubt, ein Stück sollte jetzt eigentlich vorbei sein, hat die ästhetische Dimension unseres Schaffens noch nicht vollständig erfasst… Oder recht.
Gesungen wird auf Deutsch. Nix worauf man stolz sein kann, aber halt unsere sinnvollste Ausdrucksmöglichkeit. Die Texte handeln oft von den dunkleren Ecken des Lebens: vom Verschwinden, Scheitern und Weitermachen, von Widersprüchen, Einsamkeit, politischen und privaten Zumutungen und dem Zustand, in einer Welt zu leben, die einem*r vorkommt wie eine schlecht organisierte Veranstaltung, zu der versehentlich auch noch zu viel Eintritt bezahlt wurde.